Die Mondknoten in den Häusern


Die nachfolgenden Ausführungen geben einen kurzen Einblick in die Bedeutung des absteigenden, südlichen Mondknotens in den Häusern. Sie beschreiben hauptsächlich den Lebensbereich, den wir überbetonen und unsere Handlungen dort. Der Mondknoten wirkt hier verstärkt durch die individuelle Hausposition, die sich allein durch unsere Geburtszeit bestimmt. Zum besseren Vergleich sind die Häuser nach Achsen aufgelistet:


Begegnung auf der Ich/Du-Achse (1./7. Haus):

1. Haus

zwanghafte Muster:
stark ausgeprägte Körperlichkeit und ständige Beschäftigung mit dem eigenen Image (besonders bei Aszendent im gleichen Zeichen), trotzige Selbstverwirklichung, ständig im Duell, oft Leistungssport (sich messen mit anderen), der “Kampf ums Überleben”.

Qualitäten:
Gesunde Egozentrik und Selbstwahrnehmung, Kampfkunst.

Ziele:
Aufgeschlossenheit, Wahrnehmung der Mitmenschen (und deren Andersartigkeit akzeptieren), Beziehung(en) auf allen Ebenen leben, anderen zuhören, sich benehmen (im Sinne von Höflichkeit und Eleganz), Beziehungen (besonders persönliche) als wichtigste Lernaufgabe.

7. Haus

zwanghafte Muster:
Beziehungssucht, Co-Abhängigkeit, ständige Konfliktvermeidung und Harmoniesucht in Beziehungen, zu viel Theorie - zu wenig Praxis, eigene Bedürfnisse unterdrücken, “Friede-Freude-Eierkuchen” - Mentalität.

Qualitäten:
Beziehungsfähigkeit und Ausgeglichenheit, innere Harmonie.

Ziele:
Das Ego kräftigen, Dinge alleine tun anstatt darüber zu diskutieren, in den Körper kommen, Allein-Sein als Selbsterfahrung, selber definieren, was man will, anstatt Erwartungen zu erfüllen, Aufgaben delegieren, der “Boss” sein, Konfrontation auf allen Ebenen.

Die Achse 1/7 findet ihre Ausgewogenheit zwischen Selbstdurchsetzung (1. Haus) und der Akzeptanz der Bedürfnisse des Anderen (7. Haus). Praktische Tatkraft und Entscheidungsfreude (1. Haus) wird ergänzt durch Geistigkeit und Diplomatie (7. Haus)


Begegnung auf der Besitzachse (2./8. Haus)

2. Haus

zwanghafte Muster:
Besitzansprüche, Sammeltick, Revierbildung, “ich habe”, Lebensstandard, Moral, Fixierung auf das Materielle, sich ständig beweisen müssen, Lethargie, der gewohnte Trott, “Butter, Brot und Banken” .

Qualitäten:
gesicherte Verwurzelung, Beständigkeit, Basis, “mein Land” ohne Besitzanspruch.

Ziele:
Teilen auf allen Ebenen (besonders auf der materiellen, Geld, Essen..)Veränderungen akzeptieren lernen, nach innen schauen, selbständig sein und Risiken eingehen, Abschied nehmen, geistige Wurzeln bilden, Sexualität leben.

8. Haus

zwanghafte Muster:
zwanghafter Idealist, lebensfeindlicher Perfektionist, finanzielle Abhängigkeiten, Schulden, “die fixe Idee”, “über sich selbst hinauswachsen wollen”, exzessives Arbeiten, Krisen, Damen, Extremsituationen, endloses Psychologisieren und Zerreden, exzessives Sexualleben.

Qualitäten:
Sozialgefühl, idealistisches Engagement

Ziele:
finanzielle Unabhängigkeit, sicherer Arbeitsplatz, sich selbst wertschätzen, schuldenfrei werden, solide Basis schaffen, “in den Körper kommen” (in Form von “sich nähren”), in guter Gemeinschaft sein.

Die Achse 2/8 findet ihre Balance zwischen Sichern (2. Haus) und Loslassen (8. Haus). Geistiger  Idealismus und starre Fixierungen  (8. Haus)werden ergänzt durch bodenständigen Realismus und rechtem Umgang mit Besitz
(2. Haus)



Begegnung auf der Kommunikationsachse (3./9. Haus)

3. Haus

zwanghafte Muster:
Klatsch und Tratsch, sensationslüstern, “Bescheid” wissen, Fernsehen als Hobby, Halbwissen zelebrierend, in ständige Diskussionen verstrickt, die “Nachbarn”, das geschwätzige Lexikon, der Handy-Süchtling und Menschensucher.

Qualitäten:
heiteres, offenes Gemüt, der neutrale Vermittler und Kanal für das rechte Wissen.

Ziele:
Wertesystem aufbauen, Intuition entwickeln, direkte Kommunikation mit Tiefgang, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, Urvertrauen und Visionen entwickeln, in andere Kulturen eintauchen, der “redefreie Tag” als Lernaufgabe.


9. Haus

zwanghafte Muster:
Der Hochstapler und Moralapostel, weltmännisches Pauschalwissen, subjektive Wertungssysteme, Aufgeblähtheit ohne solide Struktur, “big is beautiful” Mentalität, der Übertreiber und Missionar, ständiges Fernweh, geistige Starre.

Qualitäten:
der weise Philosoph, voller Urvertrauen, Grosszügigkeit, den Sinn des Lebens kennend.

Ziele:
Relativieren in jeder Form, Grenzen setzen und anerkennen, Leichtigkeit in der Kommunikation, die nähere Umgebung erkunden, Toleranz entwickeln, Feedback zulassen, diskutieren, zuhören, unter Leute gehen, geistiger Austausch, smalltalk.

Die Achse 3/9 findet ihre Mitte zwischen dem Naheliegenden (3. Haus) und dem Weitblick (9. Haus) und erfährt ihren Ausgleich in der Ergänzung zwischen subjektiver Wertung (9. Haus) und objektiver Relativität (3. Haus). 


Begegnung auf der Individuationsachse (4./10. Haus)

4. Haus

zwanghafte Muster:
demonstratives Leiden, weinerliches Gequengel, Zuwendung suchend, Bemutterung, zu viel Privatleben, im Kreis der Familie sich aufopfern, symbiotische Abhängigkeiten, Selbstboykott.

Qualitäten:
die liebende Mutter, Geborgenheit und Fürsorge vermittelnd.

Ziele:
Objektivität integrieren, raus ins Leben, Selbständigkeit, Berufliches in jeder Form, “grosse Brötchen backen”, Karriere machen, Herausforderungen suchen, Zukunftsziele setzen und angehen, Eigenverantwortung übernehmen.

10. Haus

zwanghafte Muster:
Machtposition, Chefetage, “unter sich”, Öffentlichkeit, die Einsamkeit des Erwachsenen, überpersönliche Verpflichtungen, die unpersönliche Gesellschaft, Prominenz, workaholic, Versagensängste, Prestigedenken,
der “Gipfel”.


Qualitäten:
Klarheit und Objektivität, Führungsqualitäten, den eigenen Weg kennen und gehen.

Ziele:
sich zu den persönlichen Gefühlen bekennen, aus dem Bauch leben, Urlaub machen, Privatleben in jeder Form, sich seinen Mitmenschen zuwenden, eine Familie gründen (und dafür da sein),  Kontrolle aufgeben und Sensibilität entwickeln, den steinigen Pfad verlassen, berufliche Neuorientierung (sozial oder auch künstlerisch).

Die Achse 4/10 findet ihr Ausgewogenheit  zwischen dem stimmungsvollen Augenblick (4. Haus) und der Ewigkeit (10. Haus). Hier vereinen sich kindliche Offenheit (4. Haus) und lebenserfahrene Reife (10. Haus).


Begegnung auf der Kreativitätsachse (5./11. Haus)

5. Haus

zwanghafte Muster:
der faule Haustyrann, das Spielkind, nur dem Lustprinzip folgend, insgeheim nach Publikum geiernd, das Leben als Bühne, peinlich selbstbewusstes Auftreten, Machtstreben.

Qualitäten:
der souveräne Führer, väterliche Kraft, in jedem Moment präsent, kreativ mit Selbstausdruck

Ziele:
Die Bedeutung der eigenen Person relativieren (bis zur Gleichwertigkeit), die eigenen kleine Welt verlassen, differenzieren lernen, den grösseren Zusammenhang erkennen, die anderen anerkennen, Freundschaften, in der Gruppe Gleichgesinnter, Wohngemeinschaften, soziales Engagement.


11. Haus

zwanghafte Muster:
der Outlaw, der PC-Süchtling, virtual Reality, die Einsamkeit des Clowns, die Freunde als Familie, geistige Überheblichkeit (Ideenwelt), gefangen im eigenen Gedankengebäude der Ideen und Phantasien.

Qualitäten:
der weise Narr, vollkommene Freiheit, Geistigkeit vermittelnd, Gleichberechtigung, luftige Offenheit

Ziele:
ein gesundes Mass an persönlichem Bewusstsein entwickeln, sie eigene kleine Welt finden, im Mittelpunkt stehen, an etwas “dran bleiben”, spielen, die Führungsrolle übernehmen, Aktivität entwickeln, Begeisterung und Engagement, eine Liebesbeziehung eingehen, sich mit Kindern beschäftigen,  heiraten und eine Familie gründen, Kreativität in jeder Form.

Die Achse 5/11 erfährt ihre Balance zwischen echter Autorität (5. Haus) und der Gleichberechtigung aller
(11. Haus). Sie findet ihre Mitte, wo sich physische (5. Haus) und geistige (11. Haus) Schöpferkraft die Waage halten



Begegnung auf der Achse des Dienens (6./12. Haus)

6. Haus

zwanghafte Muster:
der kühle Wissenschaftler, die nüchterne Welt des Alltäglichen, seelenloses Diktat der Vernunft, der aufgeräumte Arbeitsplatz, Arbeit als Lebensmittelpunkt und Existenzsicherung, Unterordnung und Dienen, in selbstauferlegte Verpflichtungen verstrickt, überängstliche Vorsorge

Qualitäten:
differenzierte Wahrnehmung, hochaufmerksame Präsenz, forschen und dienen zum besten aller.

Ziele:
Rückzug und Regeneration, visionäre Welten erforschen (die Grenzen des Definierbaren), Skepsis abbauen, seelische Bedürfnisse artikulieren, Vertrauen aufbauen, anderen helfen (ohne Drang nach eigener Perfektion),
“ich weiss, dass ich nichts weiss”.



12. Haus

zwanghafte Muster:
das leidende Opfer, verloren in der Welt, “Gefängnis, Kloster, Krankenhaus” als seelisches Klima, Rückzug und Weltflucht (Drogen), gesellschaftliches Aussenseitertum, unerfüllte Sehnsucht, Scheinwelt, Drogensucht (zu schwach und verletzlich für diese Welt), Gottergebenheit als Alltagspflicht

Qualitäten:
tiefes Einverstanden sein mit dem Lauf der Dinge, Mitgefühl und Ergebenheit.

Ziele:
sich dem Alltäglichen stellen, Logik entwickeln, das praktische Leben erfahren, sich absichern, etwas aufbauen, Wissensdurst entwickeln, Verpflichtungen in jeder Form, Illusionen loslassen, im Hier und Jetzt “ankommen”.

Die Achse 6/12 findet ihre Harmonie in den Wundern (12. Haus) im Alltäglichen (6. Haus). Pflichtbewusstsein und Beobachtungsgabe (6. Haus) ergänzen sich durch gelassene Ergebenheit und dem Wissen um das höhere Ganze (12. Haus).


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